Frau Dr. Blesa, Ihre Apotheke befindet sich in einer der wichtigsten Tourismusregionen Teneriffas. Wie verändert sich Ihre Arbeit im Laufe des Jahres?
Unsere Apotheke befindet sich in Los Cristianos, in der Gemeinde Arona im Süden Teneriffas. Obwohl wir in einer der wichtigsten Tourismusregionen der Insel liegen, gehören auch viele Einheimische zu unseren Kunden.
Die saisonalen Schwankungen haben einen großen Einfluss auf unsere Arbeit. Im Winter nehmen sowohl die Zahl der Besucher als auch die Nachfrage im Zusammenhang mit saisonalen Erkrankungen zu. Im Sommer verändern sich die Bedürfnisse und beispielsweise die Nachfrage nach Sonnenschutz- und Hautpflegeprodukten steigt.
Was war vor der Automatisierung die größte Herausforderung im Arbeitsalltag und wann haben Sie erkannt, dass es Zeit für eine Veränderung war?
Die Bearbeitung der Bestellungen gehörte zu den aufwendigsten Tätigkeiten: Warenannahme, Kontrolle und Einlagerung erforderten viele Arbeitsstunden und mehrere Mitarbeiter – Ressourcen, die wir lieber unseren Kunden widmen wollten. Auch die Suche nach Produkten konnte zu ineffizienten Abläufen führen, wenn der vom System angegebene Lagerplatz nicht mit dem tatsächlichen Standort übereinstimmte.
Die Entscheidung für einen Kommissionierautomaten fiel nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie entwickelte sich vielmehr im Laufe der Zeit aus unserem kontinuierlichen Bestreben, effizienter zu arbeiten und uns stetig zu verbessern. Irgendwann wurde uns klar, dass wir mit rein manuellen Prozessen keinen weiteren großen Schritt nach vorne machen konnten. Die Automatisierung wurde daher zur natürlichen Weiterentwicklung unserer Arbeitsweise.
Wie haben Sie die passende Lösung ausgewählt und was hat Sie an SINTESI überzeugt?
Wir haben die wichtigsten auf dem Markt verfügbaren Lösungen miteinander verglichen und dabei verschiedene Aspekte bewertet: Kapazität, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Bedienkomfort, Verfallsdatenverwaltung und Wartungskosten. Um den Vergleich möglichst objektiv zu gestalten, haben wir die Lösungen sogar analysiert, ohne zu wissen, welchem Hersteller sie zuzuordnen waren.
Am Ende erwies sich SINTESI von Pharmathek als die Lösung, die unseren Anforderungen am besten entsprach.
Sie haben sich dafür entschieden, SINTESI im Obergeschoss zu installieren. Warum?
Wir wollten den für unsere Dienstleistungen vorgesehenen Bereich so weit wie möglich erhalten. Deshalb haben wir den gesamten logistischen Bereich – Kommissionierautomat, Lager und Warenannahme – im Obergeschoss konzentriert. So blieb der Bereich für unsere Kunden frei und konnte komfortabler gestaltet werden.
Auch wenn wir uns zunächst gewünscht hatten, den Kommissionierautomaten für die Kunden sichtbar zu machen, haben wir eine Alternative gefunden: Bildschirme im Beratungsbereich zeigen in Echtzeit, wie die Bestellungen zusammengestellt werden.
Was hat sich konkret bei der Arbeit des Teams verändert?
Die Veränderung war sehr deutlich. Früher musste das Personal häufig ins Warenlager gehen, um Arzneimittel zu suchen. Heute sind die HV-Plätze rund um die Ausgabestellen des Kommissionierautomaten angeordnet und die Wege wurden auf ein Minimum reduziert.
Die wichtigste Veränderung betrifft jedoch die Zeit. Während SINTESI das Arzneimittel bereitstellt, kann unser Team das Gespräch mit dem Kunden fortsetzen, Fragen klären, die Anwendung eines Arzneimittels erklären oder eine Beratung durchführen, ohne das Gespräch ständig unterbrechen zu müssen.
Und was hat sich für die Kunden verändert?
Die Servicequalität hat sich spürbar verbessert.
Die Wartezeiten haben sich verkürzt und die Warteschlangen, die sich bei besonders hohem Kundenaufkommen bilden konnten, treten deutlich seltener auf. Auch die Verfügbarkeit der Produkte hat sich verbessert: Dank der Lagerkapazität und der Bestandskontrolle können wir unseren Kunden heute häufiger alle benötigten Arzneimittel bei einem einzigen Besuch bereitstellen.
Auch unsere Kunden haben die Technologie positiv aufgenommen.
Welche Funktionen von SINTESI schätzen Sie besonders?
Der automatische Belader Pharmaload gehört sicherlich zu den Funktionen, die unseren Arbeitsalltag am stärksten verändert haben.
Eine komplette Bestellung einlegen zu können und anschließend den Kommissionierautomaten die Einlagerung selbstständig durchführen zu lassen, hat uns ermöglicht, eine Tätigkeit zu eliminieren, die zuvor viel Zeit und personelle Ressourcen beanspruchte.
Auch die Connected Exits sind zu einem wichtigen Bestandteil unseres Arbeitsalltags geworden: Sie ermöglichen es uns, in Echtzeit zu sehen, welches Produkt ausgegeben wird, zu welcher Bestellung es gehört und was als Nächstes kommt. Gerade bei hohem Kundenaufkommen sorgt diese Transparenz für reibungslosere Abläufe und gibt dem Team zusätzliche Sicherheit.
Was ist für Sie heute, nach der Installation, der wichtigste Mehrwert der Automatisierung?
Heute kann sich das Team stärker auf die Person vor uns konzentrieren, ohne das Gespräch ständig unterbrechen zu müssen, um ein Produkt zu suchen oder sich um logistische Aufgaben zu kümmern. Wir können in Ruhe zuhören, eine Behandlung ausführlicher erklären und eine individuellere Beratung anbieten.
In einer Apotheke in einem Tourismusort wie unserem, in der sich das Arbeitstempo im Laufe des Jahres stark verändern kann, macht diese Entlastung einen echten Unterschied.
Welchen Rat würden Sie einer Apotheke geben, die wie Sie in einem Tourismusort arbeitet?
Wir würden empfehlen, die Automatisierung als langfristige strategische Investition zu betrachten und von den tatsächlichen Anforderungen der eigenen Apotheke auszugehen.
Man sollte nicht nur die anfängliche Investition betrachten, sondern auch berücksichtigen, wie stark eine Lösung langfristig die Organisation, die Effizienz des Teams und den Service für die Kunden verbessern kann.
Für uns war die Zusammenarbeit mit Pharmathek gerade unter diesem Gesichtspunkt eine sehr positive Erfahrung. Wir wurden bereits bei der Planung eng begleitet und haben auch nach der Installation schnelle und zuverlässige Unterstützung erfahren.